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Orthomolekulare Therapie

Basierend auf den Erkenntnissen der orthomolekularen Medizin werden bei dieser Therapie dem Körper Substanzen zugeführt, aus denen er besteht, die für die Funktionsfähigkeit aller Körperzellen notwendig sind und die in allen Nahrungsmitteln enthalten sein sollten.

Vor mehr als 150 Jahren untersuchte der Gießener Chemieprofessor Justus von Liebig das Wachstum von Pflanzen. Dabei stellte er fest, dass die Pflanzen Mineralien aus dem Boden benötigen, um zu gedeihen. Entzog er den Pflanzen diese lebenswichtigen Stoffe oder auch nur einen einzigen davon, verkümmerten sie, wurden anfällig für Schädlingsbefall oder starben ab.

Wie ergeht es nun dem Menschen, wenn ihm lebensnotwendige Nahrungsbestandteile fehlen und weshalb kann es zu einem Mangel kommen?

Hier setzt die orthomolekulare Medizin an, eine in Europa noch recht junge wissenschaftliche Disziplin, die jedoch seit mehr als 20 Jahren in den USA als offizielles medizinisches Heilverfahren anerkannt ist. Das Wort „orthomolekular“ bedeutet soviel wie „die richtigen Moleküle“. Für den therapeutischen Ansatz lässt sich daraus ableiten, die “richtigen Moleküle in der richtigen Menge” einzusetzen.

Alle Vorgänge innerhalb jeder Zelle eines Organismus unterliegen physikalischen und chemischen Gesetzmäßigkeiten, wobei die chemischen Vorgänge des Lebendigen das Forschungsgebiet der Biochemie darstellen. Die chemischen Reaktionen in den Zellen werden als Stoffwechsel bezeichnet; sie sind für Wachstum, Zellerneuerung, Energiegewinnung und „Abfallbeseitigung“ notwendig.

Für das fehlerfreie Funktionieren des Stoffwechsels werden Vitalstoffe (Mineralstoffe, Spurenelemente, Vitamine, Aminosäuren, Enzyme und Fettsäuren) in allen Zellen benötigt, sie müssen mit der Nahrung zugeführt werden, sind daher essentiell. Im Rahmen einer orthomolekularen Therapie werden nur die Substanzen, die natürlicherweise im menschlichen Organismus vorhanden sind und mit der Nahrung aufgenommen werden sollten, in der individuell benötigten Menge zugeführt.

Ein Mangel oder Ungleichgewicht an diesen Stoffen kann wesentlich zur Entstehung von Krankheiten beitragen. Bei einer einseitigen, unausgewogenen Ernährungsweise wie zum Beispiel Diäten, Heilfasten und Fast-Food, werden die essentiellen Mineralien und Vitamine nicht in der erforderlichen Menge zugeführt. Der Organismus mobilisiert dann seine Reserven, holt sich Calcium, Magnesium, Phosphor und Spurenelemente aus dem Blut und den Knochen und Vitamin A aus der Leber. Sind die Speicher erschöpft, macht sich dieses durch vielgestaltige Symptome bemerkbar.

Der Verzehr schadstoffbelasteter Nahrungsmittel - Farbstoffe, Konservierungsstoffe, Umweltgifte, Schwermetalle, Rückstände von Schädlingsbekämpfungs- und Unkrautvernichtungsmitteln -, die dauernde Einnahme von Medikamenten, vor allem Antibiotika, aber auch fortwährender körperlicher und psychischer Stress, ziehen eine erhöhte Stoffwechselaktivität nach sich, wobei mehr Vitalstoffe verbraucht werden.

Versorgungslücken können selbst bei ausreichender Zufuhr auftreten, wenn die Aufnahme der Vitalstoffe, die über die Darmschleimhaut erfolgt, gestört ist. Darmerkrankungen, die mit Durchfall, Verstopfung und Blähungen einhergehen oder auch die herabgesetzte Darmfunktion, die häufig bei älteren Menschen auftritt, führen zu Mangelerscheinungen. Störungen im Bereich des Muskel- und Nervensystems, Hauterscheinungen und Schleimhautveränderungen können hier auf einen Mangel an B-Vitaminen zurückzuführen sein.

Leistungssportler, Schwerarbeiter, Schwangere, Stillende und ältere Menschen haben stets einen höheren Bedarf an allen lebensnotwendigen Vitalstoffen.

Durch die Einnahme von Mineralstoffen, Spurenelementen, Vitaminen, Aminosäuren, Enzymen und Fettsäuren kann nicht nur zahlreichen Krankheiten vorgebeugt werden, es ist auch möglich, auf die verschiedensten zivilisationsbedingten Erkrankungen einzuwirken. Bei Allergien, Arthrosen, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen, Fruchtbarkeitsstörungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Immunschwäche, Kopfschmerzen, Leistungsabfall, Magen-Darm-Beschwerden, Migräne, Müdigkeit, Muskelkrämpfe, Osteoporose und Rheuma spielen die Vitalstoffe eine herausragende Rolle.

Die orthomolekulare Therapie beseitigt in sehr vielen Fällen die Ursachen einer Erkrankung, denn dieser liegen häufig Vitalstoffdefizite zugrunde, die die Abwehrkräfte und den Entgiftungsstoffwechsel beeinträchtigen.

Welche Diagnosemöglichkeiten gibt es?

Einer Nährstofftherapie sollte stets die Erhebung eines Nährstoffstatus vorausgehen, um einen Überblick über die Versorgung zu erhalten. Zur Abklärung von Defiziten bieten sich die Bestimmung einzelner Elemente aus dem Vollblut mit der sogenannten Atom-Absorptions-Spektrometrie an sowie der HLB-Bradford Bluttest, bei dem mittels Rasterelektronenmikroskopie Veränderungen einzelner Blutbestandteile dargestellt werden.

Desweiteren kann eine Urinuntersuchung Auskunft geben über bestimmte Stoffwechselprodukte, die bei einem Mineralstoff-/Vitaminmangel oder -überschuss ausgeschieden werden.

Auch die Haaranalyse stellt eine Möglichkeit der diagnostischen Maßnahmen dar. Hierbei wird wie bei der Blutuntersuchung mittels Atom-Absorptions-Spektrometrie der Gehalt an Mineralstoffen und Spurenelementen im Haar nachgewiesen. Versorgungslücken und Mängel zeigen sich hierbei schon sehr früh, oftmals noch bevor diese im Blut nachgewiesen werden können. Auch kann bei dieser Untersuchung der Gehalt an giftigen Schwermetallen wie Aluminium, Arsen, Blei, Kadmium und Quecksilber sehr gut nachgewiesen werden.

Resorptionsschwächen oder -störungen im Verdauungstrakt (bakterielle Fehlbesiedlungen, Darmschleimhautentzündungen, Magensäuremangel, Bauchspeicheldrüseninsuffizienz u.a.) sind vor einer Nährstofftherapie unbedingt auszuschließen, beziehungsweise sollten zuerst therapiert werden. Umweltbelastungen oder Medikamenteneinwirkungen sollten überprüft werden. Unumgänglich ist immer eine individuelle Ernährungsberatung, besonders dann, wenn schwere Mängel vorliegen.

Eine orthomolekulare Therapie ist ausnahmslos eine individuelle Therapie, die nicht nur das erkrankte Organ betrachtet sondern den ganzen Menschen, denn die Menschen unterscheiden sich nicht nur äußerlich und in ihrem Wesen, sondern auch in ihrem Stoffwechsel.

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